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Apelern
mit den Ortsteilen Groß Hegesdorf, Kleinhegesdorf, Lyhren,
Reinsdorf und Soldorf
Einwohnerzahl: 2.578
Bürgermeister: Heinrich Oppenhausen
Apelern liegt eingebettet zwischen Deister, Süntel und Bückeberg.
Der Raum in und um Apelern haben Funde aus der mittleren und jüngeren
Steinzeit sowie Bronzezeitliche Hügelgräber hergegeben,
dieses weist auf eine Besiedelung während der urgermanischen
Zeit im 2. Jahrtausend v. Chr. hin.
Im 8. Jahrhundert n. Chr. war hier das Kernland der Sachsen, in
dem Widukind und seine Immedinger Sippe seine Besitzungen hatte.
Diese Sachsen verteidigten ihren heidnischen Glauben mit großer
Hartnäckigkeit, so dass der Papst Stephan an die Frankenkönige
schrieb: Die Sachsen sind eine treulose stinkende Nation die
nicht einmal zu den Nationen gerechnet wird und von der gewiss die
Aussätzigen Ihren Ursprung haben. Trotzdem konnten sich
sehr früh einzelene Kirchspiele durchsetzen. So wird Apelern
urkundlich zum ersten mal 866 n. Chr. erwähnt. Es war der Mittelpunkt
eines riesigen Kirchspiels.
Aus der Kirchengeschichte wird berichtet, dass Karl der Große
um 780 in Lippspringe die Christianisierung den Geistlichen aus
Franken übertrug. Diese errichteten in der heidnischen Malstadt
Apelern eine Tauf- und Andachtskirche, diese war wie im ganzen Buckigau,
aus Holz. Die Jahrtausenwende war der Wendepunkt des Baumaterials.
Unter der Herrschaft der Billunger entstand um diese Zeit in Apelern
die erste Steinkirche, es war ein einfacher Hallenbau. Die jetzige
Kirche enstand um 1150. Die Bedeutung dieser Kirche durch ihren
Grundbesitz, wird durch eine Schenkungsurkunde Albrecht des Bären
1162 erwähnt. Seine kirchliche Bedeutung verlor Apelern ca.
vor 112 Jahren. 1887 wurde dann Lauenau abgetrennt.
In Apelern ist auch das Geschlecht derer v. Münchhausen beheimatet,
das erstmalig 1183 erwähnt wird. Das Schloß v. Münchhausen
wurde 1560 erbaut. Als nächstes ist das Geschlecht derer v.
Hammerstein hier beheimatet, das bereits 958 das erste mal erwähnt
wird, und am 30.07.1673 das Wietersheimersche Gut in Apelern erwarb.
Auch der 30 jährige Krieg hinterließ in Apelern seine
Spuren. Danach kam das fürchterliche Blatternjahr, das im Kirchspiel
Apelern 153 Sterbefälle zu verzeichnen waren. Die erste Schule
wird hier vermutlich vor ca. 400 Jahren enstanden sein. Im Steuerbuch
von 1770 wird eine Wohnung nebst Garten an einen Rector vergeben,
bei dem die Kinder zur Schule gehen, erwähnt. Apelern hat bei
den Wettbewerben Unser Dorf soll schöner werden
schon einige erste Plätze belegt.
Der Ort verfügt noch über eine Schule sowie ein großes
Sportgelände mit Mehrzweckhalle. 14 Vereine und Verbände
sorgen für ein reichliches Kulturangebot.

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